Fast jeder hat sie schonmal vergossen: Tränen. Auch der Begriff Tränenfilm ist vielen Trägern von Kontaktlinsen schon mal untergekommen. Dieses ausgeklügelte System von Mutter Natur ist wichtig für unbeschwertes Tragen von Linsen. Daher wollen wir euch dessen Funktionsweise nicht vorenthalten.
Auf eurem Tränenfilm schwimmen die Linsen. Dieser Film besteht aus der Tränenflüssigkeit, der das vordere Auge (genauer den vorderen Augapfel) bedeckt. Drei Schichten des Tränenfilms (er wird in den Tränendrüsen produziert), nämlich die Fettschicht, die wässrige Schicht und die Schleimschicht, erfüllen eine Reihe von Funktionen. Natürlich schützt er das Auge vor dem Austrocknen (genauer die Binde- und Hornhaut). Er ist eine Art Schmiermittel für das Augenlid, das sonst ungepuffert über das Auge reiben würde. Er spült außerdem Fremdkörper heraus, trägt Abwehrzellen in sich, die Infektionen verhindern sollen, unterstützt den Stoffwechsel (Sauerstoffaustausch) und versorgt die Hornhaut mit Nährstoffen. Die Tränen laufen über eure Augenwinkel und Tränenwege und rinnen dann in die Nasenhöhlen ab.
Störungen der Tränenproduktion oder die Veränderung der Zusammensetzung können zu einem unangenehmen Brennen, Tränen oder Trockenheitsgefühl führen. Hierfür gibt es verschiedenste Ursachen, von denen wir ein paar für euch zusammengestellt haben.
- Umwelteinflüsse wie trockene oder verrauchte Luft, Klimaanlagen, Rückstände von Kosmetika oder Cremes und auch das Ozon
- Langes Starren auf den PC, da oft das Blinzeln vergessen wird (genauere Infos zum Arbeiten am PC im Post „Kontaktlinsen und Computer – Eine unmögliche Symbiose?)
- Chronische Erkrankungen wie Allergien oder Neurodermitis
- Regelmäßige Einnahme von Medikamenten wie Adrenalin, Antihistaminika oder auch Antibabypille können zu einer verminderten Tränenbildung führen
- Ein Mangel an Vitaminen wie z.B. Vitamin A, der häufig im Alter vorkommt und durch eine ausgewogene Ernährung (Milch, Gemüse) ausgeglichen werden kann. Auch ein Mangel an Zink ( zu finden in Fleisch, Milchprodukten, Schalentieren oder Fleisch) und Kalium (enthalten in Getreide, Gemüse und diversen Früchten) kann zu Störungen des Tränenfilms führen.

